Spielbericht: SV 08 Wildenau - Chemnitzer FC 0:18 (0:11)


Bei herrlichem Fussballwetter wurde die Partie zur Eröffnung des neuen Platzes durch den Bürgermeister der Steinberggemeinde Günther Pührer und der Wildenauer Fußballlegende Gerhard Koytka symbolisch vor rund 750 Zuschauern eröffnet.

IMG 20130621 174316Die Gäste aus Chemnitz stecken in der Vorbereitung und so will sich jeder für die kommende Saison empfehlen und um seinen Platz kämpfen, daher ist der CFC auch mit der ersten Mannschaft angereist. Einzig der Rückkehrer Garbuschewski fehlte im Kader, ansonsten war zB der Neuzugang aus Aue, Marc Hensel in der Startelf. Für Wildenau lief die Elf der letzten Spiele auf, in der verletzungsbedingt einige Spieler fehlten. Frederick Arndt im Tor. In der Abwehr David Leder, Matthias Tietz, Michael Döhler und Toni Raabe. Im Mittelfeld spielten der Kapitän Sebastian Reinhardt neben ihm Christian Mühlig und auf den Außenbahnen Daniel Schäfer und Rico Maschke. Das Sturmduo bildete Andreas Müller und Peter Stark, die beiden führten dann auch den richtigen Anstoß aus.

Und schon von Beginn weg wurde der Sieben-Klassen-Unterschied deutlich. Die Chemnitzer hatten von Trainer Gerd Schädlich die Ansage bekommen über die volle Spielzeit Vollgas zu geben und das setzten sie entsprechend um. Wenn sich der Ball kurzeitig in Reihen der Wildenauer befand wurde der nächste Pass spätestens auf Höhe der Mittellinie abgenommen. Die Kombinationen waren präziser und die Zweikämpfe geschickter oder kurz: der CFC lies Ball und Gegner laufen. Gut, das darf man im Duell zwischen Dritter und Kreisliga auch erwarten. Doch die Wildenauer Spieler versuchten ihr Bestes und es gelang ihnen durchaus den einen oder anderen Angriff zu unterbinden.

Die erste Gelegenheit für Chemnitz gab es bereits in der ersten Minute, doch der Kopfball ging am noch einmal Tor vorbei ohne das Arndt eingreifen musste. Nur eine Minute später durfte er sich dann mit einer Faustabwehr präsentieren und noch eine Minute später war er bei dem Schuss von Benjamin Förster von der Strafraumgrenze chancenlos. 1:0 für Chemnitz nach drei Minuten. Und natürlich setzten die Gäste nach. Das 2:0 aus Chemnitzer Sicht fiel nach einer Ecke, die zunächst geklärt wurde. Aber zu kurz, der Ball kommt zu Maik Kegel und der schießt aufs Tor. Sein Schuss wird noch leicht von Döhler abgefälscht und rollt so ins Tor.

Nach einigen Minuten haben sich die Chemnitzer auch auf die Spielweise von Sebastian Reinhardt eingestellt. Dieser versucht immer sofort den ballführenden Spieler zu attackieren beziehungsweise so zu stören, dass der Ball hinten herum und nicht Richtung Spitze gespielt werden kann. Die Konsequenz für die Gäste, es wird nicht mehr durch die Mitte sondern an Reinhardt vorbei gespielt. Dem versucht der Kapitän mit erhöhtem Laufpensum soweit es geht entgegenzuwirken. Auch die Abwehrspieler versuchen nun ihre anfängliche Zurückhaltung etwas abzulegen und gehen jetzt energischer in die Zweikämpfe. Beispielhaft dafür war der Einsatz von Toni Raabe in der achten Minute gegen Sascha Pfeffer. Raabe klärt in letzter Sekunde ehe Pfeffer zur Flanke ansetzen kann an der Strafraumgrenze.

IMG 20130622 144910Das alles ändert aber wenig an der Tatsache, dass der CFC dem SV08 verständlicherweise in jeder Hinsicht überlegen war. Nachdem Anton Makarenko in der 15. Minute zum 0:3 erhöht konnte man in der 17. Minute eine der wenigen wirklich gelungenen Aktionen der Wildenauer bewundern. Ein Schuss von Sascha Pfeffer wird zunächst von Döhler geblockt und der Ball landet beim Rico Maschke. Pierre Le Beau versucht sofort Maschke vom Ball zu trennen, doch dieser legt sich das Spielgerät vor und sprintet los und Le Beau hat das Nachsehen. Mit einem schönen Trick lässt er Le Beau aussteigen und könnte selbst schießen bringt den Ball aber stattdessen nach Innen zu Christian Mühlig. Dieser wird aber ebenfalls sofort angegriffen und verliert den Ball. Aber immerhin der erste Angriff von Wildenau. Danach wieder das bekannte Bild. Bis zur 30. Minute erhöhen die Gäste durch zweimal Förster und je einmal Kegel und Pfeffer auf 6:0 aus ihrer Sicht. Zu erwähnen wäre die Klärung von Daniel Schäfer in der 24. Minute gegen einen Schuss von Förster unter Einsatz der Gesundheit oder der Familienplanung. Nach kurzer Pause konnte er aber das Spiel fortsetzen. Bei einem Zweikampf zwischen Michael Döhler gegen Thomas Birk in der 40. Minute kommt es zwischen beiden zum Zusammenstoß bei dem sich der Wildenauer Abwehrspieler am Arm verletzt. Wie sich später im Krankenhaus herausstellt ist die Elle gebrochen, dennoch spielt Döhler bis zur Pause weiter.

Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 0:10 für die Gäste und das elfte Tor vor der Pause sollte noch folgen. Das erledigte Pierre Le Beau mit links in der 42. Minute.

0:11 zur Halbzeitpause war dann doch etwas viel geht aber auch in der Höhe durchaus in Ordnung. Zur Pause wurden je sechs Wechsel vereinbart, also wurde munter rotiert. Bei Wildenau kamen Oliver Müller, Daniel Kaun, Gunnar Schmidt, Christopher Reinhardt, Christian Mädler für David Leder, Andreas Müller, Peter Stark, Michael Döhler und Daniel Schäfer. Außerdem ersetzte Sebastian Weede Frederick Arndt im Tor. Am Spiel selbst ändert das wenig, auch in der zweiten Hälfte spielt Chemnitz voll auf Angriff. Allerdings kann sich der neue Schlussmann im Wildenauer Tor Weede mehrfach mit schönen Paraden auszeichnen. Dennoch scheinen die Wechsel bei Chemnitz mehr für Konfusion gesorgt zu haben als bei Wildenau. Zumindest dauert es diesmal zehn Minuten bis der Ball zum ersten Mal im Netz einschlägt. Das zwölfte Tor erzielt Christian Mauersberger in der 55. Minute per Kopf. Und Weede bleibt weiter im Mittelpunkt. Eine Flanke aus dem linken Halbfeld faustet er erfolgreich vor dem heranstürmenden Benjamin Förster aus dem Strafraum, beide stoßen dabei aber unglücklich zusammen, können das Spiel aber nach kurzer Pause fortsetzen.

Nach einem Foul wenige Sekunden später an der Strafraumgrenze von Raabe verwandelt Anton Makarenko mit einem Schlenzer ins von ihm aus rechte obere Eck zum 0:13. Nach einer Stunde Spielzeit hat dann Christian Mühlig die Gelegenheit den Anschlusstreffer zu erzielen. Seinen Schuss aus gut 20 Metern zirkelt er knapp unter die Latte aber der ebenfalls eingewechselte Stefan Schmidt ist auf dem Posten und hält den Ball sicher. Hinten glänzt derweil Sebastian Weede ein ums andere Mal mit Paraden und vereitelt so eine noch höhere Führung. In der 69. Minute ist aber auch er gegen Makarenko chancenlos, der das 14. Tor erzielt. Nach einer Ecke geht Christian Mädler im eigenen Strafraum etwas zu ungestüm in den Gegner und verursacht so einen Strafstoß. Der Chemnitzer Wachsmuth läuft an, Weede ahnt zwar die Ecke kann den präzise getretenen Elfmeter aber nicht halten. So steht es 0:15 nach 73 Minuten.

Chemnitzer nach dem SpielDas Spiel geht in die Schlussviertelstunde und noch lebt die Hoffnung auf den Ehrentreffer. Die beste Gelegenheit dazu hatte Christopher Reinhardt der einmal kurz frei vor dem Chemnitzer Tor auftauchte dann aber einen Tick zu überhastet abschloss. Stattdessen durfte zehn Minuten vor Schluss noch einmal Anton Makarenko zum jetzt 16:0 einköpfen. Den Schlusspunkt im Torreigen setzten dann noch Christian Mauersberger und Anton Makarenko mit einem Doppelschlag in der 83. bzw 84. Minute zum 0:18 Entstand. Kapitän Sebastian Reinhardt musste seiner extrem hohen Laufarbeit kurz vor Schluss Tribut zollen und wurde kurzeitig wegen Krämpfen behandelt spielte die Partie aber zu Ende.

So endet die Platzweihe mit einem standesgemäßen 18:0 Sieg für die Gäste aus Chemnitz. Den Ehrentreffer haben sie nicht zulassen dürfen, da es für die Chemnitzer ein Test- und Vorbereitungsspiel war, bei der sich jeder Spieler für die neue Saison empfehlen wollte.

Die Stimmen zum Spiel:

Gerd Schädlich: „Ich denke es hat alles gepasst. Der Rasen war in einem hervorragenden Zustand, Wildenau hat sehr fair gespielt. Es war für die Zuschauer, denke ich, ein sehr interessantes Spiel, wir wollten ein paar Tore erzielen, dass ist uns auch gelungen. Ich denke rundherum war das eine sehr gelungene Veranstaltung. Auf Wildenauer Seite ist mir besonders der Kapitän, die Nummer 6 aufgefallen, der hat sehr ehrgeizig und engagiert gespielt. Er hat die Kapitänsrolle hervorragend ausgefüllt. Und in der zweiten Halbzeit hat auch der Torhüter einige überragende Paraden gezeigt.“

Falk Maschke: „Es war für jeden Spieler von uns vor so einer Kulisse und gegen einen solchen Gegner schon etwas Besonderes. Wir haben unser Bestes versucht aber man hat natürlich gemerkt. Dass der Gegner sieben Klassen höher spielt, dass sie uns läuferisch überlegen sind hat man natürlich gemerkt. Aber jeder hat versucht sein Bestes zu geben und gegen zu halten, das hat natürlich jedem Freude gemacht und das war das wichtigste an der ganzen Sache. Und die Chemnitzer sind in der Vorbereitung und sie haben nicht nach gelassen. Da wurde bis zur letzten Sekunde versucht Fußball zu spielen und Tore zu erzielen. Schade beim Michael (Döhler) dass er sich den Arm gebrochen hat, aber da konnte keiner etwas dafür, so etwas passiert leider. Das war aber natürlich der große Negativpunkt an dem Spiel. Was gut ankam bei unseren Gästen, war das organisatorische um das Spiel herum. Das hat Anklang gefunden, da können wir zufrieden sein.

Search

Anmelden