Interview zum Abschied mit Sven Polster


Am Rande der Saisonabschlussfeier hat Sven Polster, der seine Karriere beendet, ein kurzes Interview gegeben.

Sven du hast heute dann dein letztes Pflichtspiel für Wildenau gemacht.

Sven Polster: Richtig

Und nächste Woche dann noch einmal zum Sommerfestturnier. Wie ist das, nach so vielen Jahren zum letzten Mal aufzulaufen?

Das ist nicht einfach nach 10 Jahre. Ich bin auch froh, dass ich gewechselt bin damals von Lengenfeld nach Wildenau. Ich habe hier Freunde kennengelernt und ich bereue es keine Sekunde. Es war einfach nur eine geile Zeit.

Zum Karriereende, wie zufrieden bist du jetzt insgesamt mit deiner Laufbahn?

Schon sehr zufrieden. Es gab dann irgendwann den Zeitpunkt an dem ich gesagt hab "Jetzt nur noch zweite Mannschaft, das reicht". Ich wollt dann auch gar nicht mehr in de Erste gehen, die Zweite Mannschaft war für mich dann das A und O.

Und zum Abschluss dann noch diese überragende Saison an der du auch deinen Anteil mit hattest, wenn auch nicht mit ganz so vielen Toren.

Es hat gepasst, das war schon ok.

Nächste Woche machst du dann noch das Sommerfestturnier und dann wird man dich nur noch als Fan sehen. Wie geht es bei dir weiter?

Ja, klar. Also zu den Spielen komm ich schon, wenn ich die Zeit hab. Ich bleibe auch noch Mitglied. Aber es wird dann schon seltener. Ich ziehe ja jetzt nach England, nach Birmingham und fange da praktischnoch mal von Vorn an. Da kann ich dann auch wieder als Hochregalbauer arbeiten. Diese Möglichkeit hatte ich leider nicht.

Gab es in deiner Zeit als Fußballer auch mal größere Verletzungen, die dich am spielen hinderten, oder wurdest du da verschont?

Naja. Kreuzband, das war komplett durch und das war es dann auch. Also gut, Prellungen und solche Sachen aber das kommt ja häufiger vor. Nach meiner ersten Saison war ich Torschützenkönig in der Reserve mit 18 oder 19 Toren. Dann das Jahr drauf hab ich mich verletzt, wieder gespielt und dann wegen Verletzung und wegen Arbeit wieder ein ganzes Stück gefehlt. Christopher Reinhardt hat mich dann im Grunde genommen wieder zurückgeholt. Sonst säße ich jetzt nicht hier.

Inwiefern?

Das war beim Vereinsturnier damals in der Götzschtalhalle, da hat er mich angerufen und hat gefragt ob ich mitspiele. Da hab ich gesagt "Ja, ok."

Also eher so eine spontane Entscheidung: Wen kennen wir? Wer kann was? Wer hat Zeit und Lust?

Ja, genau. Und deswegen bin ich jetzt hier. Aber wie gesagt, ich bereue es mit keiner Faser meines Körpers, dass ich hier nach Wildenau gekommen bin. Das ist einfach nur der Hammer. Ich hab so viele Leute kennengelernt, so viel erlebt, das ist einfach nur geil.

Kommen wir mal zu heute. Wie war der Moment der Auswechslung?

Das war schon schwer. Ich wusste ja, dass ich aufhöre. Wo es dann hieß "Auswechslung", das war schon ein komisches Gefühl, so das letzte Mal. Aber die Entscheidung ist gefallen und da gibt’s kein Zurück mehr.

Willst du noch persönlich was loswerden?

Ich danke einfach Allen. Ein besonderer Dank an Tino und auch allen Spielern, die mich begleitet haben.

Ok, dann bedanke ich mich für das Interview und lass es heute noch mal krachen.

Bitte bitte. Auf jeden Fall und nächste Woche dann nochmal Richtig.

 
 
 
 

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