6 Punkte, 6 Tore und 3 Platzverweise – Großfriesen zu Gast in Wildenau


Nach einer überschaubaren Hinrunde und einem Absturz in den Tabellenkeller erarbeitet sich der SV 08 Wildenau zuletzt zwei Siege. Besonders der 4:1-Erfolg gegen den zu diesem Zeitpunkt Zweitplatzierten FSV Ellefeld zuletzt war auch in der Höhe nicht unbedingt erwartet worden aber unterm Strich mehr als verdient. Jetzt kam mit dem VFB Großfriesen ein Team aus dem Mittelfeld (Platz 6) nach Wildenau. Bei einem Erfolg hätte sich der SV 08 weiter Richtung Mittelfeld und damit aus der Abstiegszone entfernt.

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Das Spiel wurde von der Mannschaft wie zuletzt auch engagiert begonnen. Die Platzverhältnisse spielten dem Team dabei scheinbar in die Hände, da die Gäste, wie schon zuvor ihre Reserve mit dem Platz haderten. Daraus ergab sich eine Überlegenheit, die dann auch recht schnell im Tor von Michael Wolfram mündete. Vorbereitet wurde der Treffer von Michael Döhler über die rechte Seite. Nach der frühen Führung ließ man den Gegner aber stärker in die Partie kommen und im Spiel nach vorne lief nicht mehr ganz so viel zusammen. Man war immer noch das bessere Team, aber die zwingenden Chancen konnten nicht mehr herausgespielt werden. Von Großfriesen hingegen gab es hingegen kaum gefährliche Torraumszenen. Die Abwehr konnte die Angriffe zumeist sicher klären.

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Nach der Pause war wieder etwas mehr Dynamik in den Angriffsbemühungen. Allerdings fehlte immer noch das Tor. Die Hoffnung auf den dritten Sieg in Folge erhielt in der Folge einen herben Dämpfer, nachdem sich Oliver Weede zu einer Unsportlichkeit hinreißen ließ. Nach einer Tätlichkeit des gegnerischen Torhüters „revanchierte“ sich Weede ebenfalls mit einer Tätlichkeit. Schiedsrichter Brauner sah aber nur das zweite Foul und stellte Weede vom Platz. Doch auch in Unterzahl blieb der SV 08 das spielbestimmende Team. Und schließlich erlöste Eric Schott mit einem direkt verwandelten Freistoß Mannschaft und Zuschauer. Der Treffer zum 2:0 war sein erstes Saisontor. Kurz nach dem 2:0 erhöhte Rico Maschke sogar auf 3:0. Der Wille der Gäste war nun gebrochen und es kam kaum noch ernsthafte Gegenwehr. Aus Frust übertrieb es der Großfriesener Spieler mit der Nummer 17 aber dann doch. Nachdem David Leder den Ball im eigenen Strafraum schon weggeschlagen hatte versuchte er noch den Ball selbst zu erwischen, erwischte aber stattdessen nur das Standbein von Leder. Ein e unnötige Aktion, die mit Gelb geahdet wurde. Über eine andere Farbe hätte man sich an der Stelle aber auch nicht wundern dürfen. Da der Spieler aber schon gelbbelastet war durfte auch er vorzeitig duschen gehen. Kurz vor Ende war auch von der Abwehr der Gäste nichts mehr zu sehen und Sebastian Reinhardt konnte nach einem etwas umständlich zu Ende gespielten Konter das 4:0 markieren. Drei Tore in Unterzahl, eine souveräne Abwehrleistung und damit der Platz im Mittelfeld waren der Lohn für eine gute Partie. Der Frust über die Niederlage musste Eine Fahne ertragen, die von einem Großfriesener Spieler am Ende beschädigt wurde.

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* Fehlende Zeiten und Namen werden nachgereicht sobald der offizielle Spielbericht da ist.

Auch im Spiel der Reserve wurde die latente Unzufriedenheit der Gäste über den Platz und den Spielverlauf deutlich. Die Großfriesener Reserve war als Tabellenführer und mit einem 5:0-Sieg aus dem Hinspiel angereist. Der SV09 musste auf seinen Toptorjäger Tauscher verzichten, was bei der guten Abwehrarbeit der Gäste (erst 9 Gegentore) vor dem Spiel als großes Handicap angesehen wurde.

Das Hinspielergebnis kam hauptsächlich aus der Unterzahl zustande. Wildenau trat im Hinspiel nur zu zehnt an und konnte immerhin bis zur Pause ein 0:0 halten. Dieses Mal war die Mannschaft vollzählig und von Beginn an spielbestimmend. Ein Angriff wurde auch bereits nach Acht Minuten zur frühen Führung genutzt. Christian Schwarz nahm einen Ball aus dem Mittelfeld an, drehte sich, lief in den Strafraum und verwandelte eiskalt. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wurde bei nahezu jeder Aktion lautstark reklamiert und theatralisch auf vermeintliche Fouls hingewiesen. Selbst war man aber auch kein Kind von Traurigkeit. So wurde nach rund 22. Minuten Zimmer im Strafraum gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Andreas Müller sicher. Der Spielstand sorgte anscheinend für einigen Frust und veranlasste Ronny Kolbe zu einer Tätlichkeit an Marcus Gündel. Beide waren zuvor schon im Zweikampf aneinandergeraten. Schiedsrichter Lupprian hat diesen Vorfall nicht sehen können und lies weiterspielen. Zwischen beiden Spielern kam es auch in der Folge immer wieder zu kleineren und größeren Rangeleien für die beide kurz vor der Pause dann mit Gelb verwarnt wurden.

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Nach der Pause ging es in der gleichen Art weiter. Die Möglichkeiten die sich die Gäste erarbeiten wollten endeten spätestens an der Strafraumgrenze und der gut aufgelegten Abwehr. Auf der anderen Seite hatten Daniel Billen die größte Möglichkeit, das Ergebnis auszubauen, wollte es aber zu schön machen und lupfte den Ball über das Tor. Etwas später „klaute“ Schwarz dem einschussbereiten Zimmer den Ball um selbst abzuschließen verfehlte das Tor aber knapp. Unterbrochen wurde das Spiel durch häufige Nickligkeiten und entsprechend lautstarke Kommentierung der Gäste. Schiedsrichter Lupprian verteilte noch zweimal jeweils zwei Gelbe Karten, da sich auch die Wildenauer Spieler von dieser Hektik anstecken ließen. Max Pankrath flog nach einer weiteren unnötigen Diskussion mit Gelb-Rot vom Platz. So ging dann das Spiel zu Ende und Wildenau siegte verdient mit 2:0 gegen den Tabellenführer.

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