Pfingstausfahrt nach Prag und Moldava-Cup


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Am Sonntag standen dann die letzten beiden Spiele der Gruppe auf dem Plan. Leider sah es der Turnierplan vor, dass das erste Spiel morgens um 9 Uhr und die zweite Begegnung um 13 Uhr mittags stattfindet. Im ersten Spiel am Sonntag brillierte der SV 08 Wildenau. Besonders die Neuverpflichtung Uwe Schwarz im Sturm erschien ein ums andere Mal gefährlich vor dem gegnerischen Tor. Folgerichtig erzielte er dann auch den ersten Treffer, Marke Tor des Monats: per Fallrückzieher nach einer Ecke von David Leder. Das zweite Tor kurz vor der Halbzeit erzielte er per Strafstoß nach einem Foul an Rico Maschke. In der zweiten Halbzeit schaltete Wildenau einen Gang zurück aber als Foot Loisir St Mitre am Ende aufmachte und alles nach vorne warf, setzte Schwarz zu einem Sololauf über den halben Platz an und erzielte seinen dritten Treffer mit einem gefühlvollen Heber über den herausstürzenden Torhüter.

Zumindest hätte es so oder so ähnlich sein können. Zurück zur Realität. Nach der diesmal problemlosen Anreise zum Spielort stellte man fest, dass bislang lediglich die Organisatoren und Schiedsrichter anwesend waren, vom Gegner Foot Loisir St Mitre fehlte 20 Minuten vor Anpfiff noch jede Spur. Das Team von der Mittelmeerküste aus der Nähe von Montpellier ließ sich auch bis zum Anpfiff nicht blicken und so wurde das Spiel letztlich mit 3:0 für Wildenau gewertet, da der Gegner nicht antrat. Nach dem Umziehen galt es jetzt noch die Zeit bis zum nächsten Spiel zu überbrücken. Da der Platz zu einem Sport- und Freizeitgelände gehört, sollte in der Nähe ein Badesee sein. Bei näherer Betrachtung handelte es sich aber um eher um einen Teich der eher zum Angeln als zum Baden einlädt. Der Großteil zog also den Biergarten dem Badevergnügen vor.

Kurz vor eins dann die Rückkehr zum Spielfeld. Mittlerweile waren sogar einige Mannschaften eingetroffen und spielten ihre Begegnungen aus. Wer allerdings fehlte war R.U.S. Ransart, der Gegner von Wildenau aus Belgien. Mittlerweile herrschten Temperaturen weit jenseits der 30°C, deshalb wurden Trikots erst im Falle des Auftauchens des Gegners angezogen werden. Der Anpfiff rückt näher und von den belgischen Spielern war noch nichts zu sehen. Sollte auch dieses Spiel mit 3:0 für den SV08 gewertet werden, wäre Wildenau als bester Gruppenzweiter für das Viertelfinale qualifiziert. Wenige Minuten vor dem Anstoß kamen mehrere Fahrzeuge mit belgischen Kennzeichen die Straße zum Platz herunter. Offensichtlich wollte Ransart seinen zweiten Platz doch verteidigen. Das Spiel selbst lässt sich schnell zusammenfassen. Ransart war in allen Punkten überlegen, viel Schneller am und mit und ohne dem Ball. Und irgendwie hatte man das Gefühl, dass die Belgier jederzeit noch eine Schippe drauflegen könnten. Dennoch fiel nur ein Tor und das auch nur nach dem einzigen Abwehrfehler, den der SV machte. Christian Mädler versprang der Ball bei der Annahme und ein gegnerischer Spieler sprang dazwischen und netzte zum 1:0 kurz nach Beginn des Spiels ein. Die größte Chance für Wildenau hatte Michel Čech mit einem Schuss aus der Distanz in der zweiten Hälfte. Der Torhüter hatte Glück, dass er diesen Ball gerade so über die Latte lenken konnte. Unterm Strich geht die Niederlage in Ordnung. Wildenau wurde am Ende dritter der Vorrunde, schnitt damit besser ab als zuletzt 2006 und verkaufte sich in allen Spielen ordentlich. Außerdem dürfte der SV08 zu den wenigen Mannschaften auf der Welt gehören, die am Ende des Turniers mehr Spieler haben als zu Beginn. Lief man im ersten Spiel noch mit zehn Spielern auf, hatte man im letzten Spiel sogar einen Auswechselspieler.

Am letzten Tag traf man sich zu einem gemeinsamen Mannschaftsabend in der Pizzeria Piccolo Mondo nahe des Hotels. Bei erfrischenden Getränken und leckeren Speisen (besonders das Maraschino-Kirschen-Dessert war deliziös) werte man die vergangenen Tage und die Spiele aus und gab nebenbei noch diverses deutsches Liedgut lautstark zum Besten. Auch sehr zur Freude der Angestellten, die die Darbietungen zum Teil auf Video festhielten. Am Montagmorgen hieß es dann Abschiednehmen aus der goldenen Stadt und nach heißen und erlebnisreichen Tagen wieder die Heimreise anzutreten. Über Krušovice ging es Richtung Bublava zum Mittagessen bevor man dann am Nachmittag wieder zuhause ankam. Bis auf ein paar Nerven und einen Kulturbeutel gab es auf der Fahrt auch keinerlei Verluste zu beklagen.

Am Ende bleibt noch ein großes Dankeschön an alle Teilnehmer zu sagen:
Carmen, Christian, Christina, Daniel, David, Falk, Gerhard, Harry, Jochen, Julia, Klara, Mandy, Manuela, Michel, Oliver Müller, Oliver Weede, Rico, Sascha, Sebastian Weede, Steffie, Tino, Toni, Uwe

Darauf ein dreifaches Jochen!

Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Chodov%C3%A1_Plan%C3%A1
http://www.hotelpyramida.cz/de_DE

https://de.wikipedia.org/wiki/U_Flek%C5%AF
http://www.scmuiderberg.nl
http://www.gundershoffen.fr/
http://www.tsv-abensberg-fussball.de
http://www.rufc-ransart.be

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