Pfingstausfahrt nach Prag und Moldava-Cup


Zu einem Ausflug nach Prag machte sich über Pfingsten eine 22 köpfige Reisegruppe des SV 08 Wildenau. Ziel der Reise war der Moldava Cup der am Wochenende in der tschechischen Hauptstadt ausgetragen wurde und auch ein bisschen Sightseeing in der Golden Stadt an der Moldau.

(Bilder werden nachgereicht)

Los ging die Reise bei hochsommerlichen Temperaturen am Freitagmorgen 8 Uhr. Über Františkovy Lázně ging es Richtung Prag. Zum Mittagessen wurde in den Kellergaststube „Ve Skale“ in Chodová Planá eingekehrt. Zu erreichen ist dieses Lokal durch einen 40m langen Gang der in den Granitfels gehauen wurde um in dem Gewölbe in früheren Jahrhunderten Bier kühl zu lagern. Nach einem reichlichen Mittagessen wurde die Fahrt auf der E50 fortgesetzt. Am Nachmittag erreichten wir dann den Zielort, das „Hotel Pyramida“ im Zentrum von Prag. Nach dem Auspacken, gab es die Möglichkeit sich individuell die Umgebung näher anzuschauen oder zunächst eine Abkühlung im Pool zu nehmen. Der größte Teil wollte eine der kulinarisch-kulturellen Höhepunkte der Stadt besuchen, das „U Fleků“, eine Brauereikneipe unweit der Moldau gelegen. Die 1499 gegründete Brauerei stellt ein dunkles Lagerbier her, das nur in kleinen Mengen außerhalb des Hauses verkauft wird. Der Großteil wird in den Gaststuben bzw. dem als Biergarten genutzten Innenhof ausgeschenkt. Der mehrfache kroatische Meister Hajduk Split wurde im U Fleků gegründet und der Zufall wollte es, dass unsere Reisegruppe am Freitagabend auf die Fußballer des 1. FC Rodewisch trafen, die zu einem Trainingslager in Prag weilten. Der erste Abend klang dann in der Lobby des Hotels in geselliger Runde nicht allzu spät aus, denn am nächsten Tag galt es ja noch ein Turnier zu spielen.

Der Tag begann mit einer ordentlichen Stärkung am reichhaltigen Frühstücksbuffet des Hotels, bevor es dann kurz nach 9 in den Bus zum Spielort ging, der sich rund eine halbe Stunde südöstlich vom Prager Zentrum in einer Sport- und Freizeitanlage befand. Nach kleineren Schwierigkeiten, den Weg zu finden bei der die Freundin von Toni Raabe als Dolmetscherin mehrfach dem Navigationssystem durch herumfragen helfen musste, erreichte man mit etwas Verspätung den Zielort. Schon beim verlassen des Busses wurde die drückende Hitze deutlich, die das Spielen zu einem besonderen Vergnügen macht. Dessen ungeachtet machten sich aber die Spieler bereit für das Aufeinandertreffen mit dem holländischen Verein Muiderberg SC., der immerhin in der vierten niederländischen Liga spielt und Nahe Amsterdam beheimatet ist. Aufgrund einiger Absagen begannen zunächst nur zehn Spieler das Spiel und nicht alle davon waren aktive Fußballer. Doch zumindest die Abwehr ist die, die man aus dem Ligaalltag kennt und Oliver Müller gab als Kapitän die Anweisungen auf dem Platz. Und in den ersten 15 Minuten machten sie ihre Sache auch hervorragend. Aushilfstorhüter Klobe hatte in der ersten Halbzeit nur einen Ball zur Ecke zu klären. Durch ein Tor von Rico Maschke ging man sogar mit 1:0 in Führung. Auch in der zweiten Halbzeit war es eine ausgeglichene Partie mit leichten Vorteilen für Wildenau. Ein leichtfertiger Ballverlust im Mittelfeld in der Vorwärtsbewegung brachte Muiderberg allerdings eine Kontermöglichkeit. Klobe kam zwar aus dem Tor, schätze aber die Bewegung des Balles falsch ein und lies sich vom Stürmer umspielen. Nach dem Ausgleich hatte Wildenau selbst noch zwei hochwertige Chancen, die es aber nicht nutzte. So blieb es am Ende beim 1:1 Unentschieden, unterm Strich und gemessen am Spielverlauf etwas unglücklich.

Zum zweiten Spiel konnte Wildenau dann zumindest eine vollständige Mannschaft aufs Feld schicken. Harry Billen, eigentlich der Busfahrer der Tour, gab ein Comeback im Tor. Klobe durfte dafür als Stürmer zeigen, was er nicht konnte. Gegner diesmal war der französische Club AS Platania Gundershoffen nördlich von Strasbourg direkt an der deutsch-französischen Grenze. Gundershoffen spielt in der Ligue D und das merkte man auch recht schnell. Spielerisch und läuferisch war Gundershoffen ein anderes Kaliber als zuvor Muiderberg. Das erste Tor fiel nach einer Ecke, die zunächst noch geklärt werden konnte, allerdings landete der Ball direkt wieder bei einem gegnerischen Angreifer. Klobe rückte zu spät aus der Abwehr raus und so hatte er genügend Zeit sich de Ball zurecht zu legen und aus rund 18 Metern den Ball unhaltbar für Billen im linken oberen Eck unterzubringen. In der zweiten Halbzeit sorgte ein Fehlpass im Mittelfeld wieder zu einer Kontermöglichkeit und wieder konnte Billen dem Ball trotz gutem Reflex nur hinterher schauen. Hoffnung keimte auf, als erneut Rico Maschke den Anschlusstreffer erzielte, doch praktisch im Gegenzug erhöhte Gundershoffen mit seinem dritten Treffer wieder auf einen zwei-Tore-Vorsprung. Dabei blieb es, 3:1 verloren, aber zumindest ordentlich verkauft gegen eine bessere Mannschaft.

Die zweite Hälfte des Tages stand dann wieder der individuellen Freizeitgestaltung offen, allerdings wurde zunächst eine nahegelegene Pizzeria zur Verpflegung aufgesucht. Die Zeit wurde unter anderem dazu genutzt, sich die Prager Burg anzuschauen oder einen Stadtbummel zu machen. Prag gilt nicht umsonst als eine der schönsten Städte weltweit. Entsprechend viele Touristen sind dann aber auch in den Straßen trotz der hohen Temperaturen unterwegs. Und am Abend traf man sich dann wieder im U Fleků. Die Rodewischer traf man zwar nicht wieder, dafür eine Mannschaft aus Abensberg, die den Biergarten den ganzen Abend mit ihren Liedern beschallten.

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